FECC-Jahrestreffen in Ungarn
„Partnerschaft für den Erfolg"
Unter dem Motto „Partnership for Success“ trafen sich 300 Mitglieder des Europäischen Verbands der Chemiedistributeure (FECC) Anfang Juni 2008 in Budapest.

Steve Holland erläuterte in seinem Vortrag, welche Wachstumschancen sich für Chemiedistributeure in Zentral- und Osteuropa sowie in Russland bieten.
Foto: FECC
Die Teilnehmer aus West- und Osteuropa, den USA, Mexiko, Brasilien, Indien, China und Südafrika diskutierten die Rolle von Partnerschaften und Kooperationen zwischen Chemiedistributeuren, ihren Lieferanten und Kunden zur Optimierung der Versorgungskette. Otto Linher, Vertreter der EU-Kommission, berichtete über die aktuellen Vorgaben der REACH-Initiative für „Only Representatives" (OR). OR, zu deutsch „Alleinvertreter", sind Unternehmen oder Einzelpersonen, die im Auftrag von Nicht-EU-Herstellern die Vorregistrierung und Registrierung von Chemikalien vornehmen. Da Nicht-EU-Hersteller, falls sie keine Tochtergesellschaft in der EU haben, per Gesetz ihre Chemikalien unter REACH selbst nicht registrieren können, besteht für sie die Möglichkeit, zu diesem Zweck einen Alleinvertreter zu bestellen, sollten sie weiterhin in die EU exportieren wollen. Die wichtigsten Themen der Vorträge neben REACH waren: die zunehmende Bedeutung von Private-Equity-Investoren in der Chemiebranche und die Erschließung der Märkte in Osteuropa, speziell Russland. So thematisierte Steve Holland, Mitglied der Geschäftsführung der Brenntag Holding GmbH und zuständig für das Europageschäft, die darin enthaltenen Chancen für die Branche: „Unternehmen, die in ihre Mitarbeiter sowie in die Infrastruktur und die internationale HSE-Norm für Gesundheit (Health), Sicherheit (Safety) und Umweltschutz (Environment) investieren, können in den Ländern Zentral- und Osteuropas ein nachhaltiges Wachstum erreichen." Die Erfolgsgeschichte von Brenntag CEE (Central and Eastern Europe) diente dabei als Beweis seiner kenntnisreichen, detaillierten Ausführungen. Die Zahl der FECC-Mitglieder steigt seit Jahren kontinuierlich an und umfasst nun ganz Westeuropa sowie Tschechien und Ungarn. Viele nationale Verbände und Unternehmen aus Ost- und Südosteuropa bewerben sich um eine Mitgliedschaft. Auch aus diesem Grund fiel in diesem Jahr die Wahl auf Budapest als Austragungsort des Kongresses. In den Pausen und besonders beim abendlichen Galadiner wurden wieder Erfahrungen, Strategien und natürlich zahlreiche Visitenkarten ausgetauscht. So war auch der diesjährige FECC-Kongress ein perfektes „Networking-Event" für alle Beteiligten. Weitere Informationen:www.fecc.org
